Familieninterne Unternehmensnachfolge

Das Unternehmen soll in der Familie bleiben. Sie brauchen eine Lösung, mit der alle Seiten glücklich sind!

Sie stehen vor der vermeintlich wichtigsten Entscheidung Ihrer unternehmerischen Laufbahn: Der Familienbetrieb soll der nächsten Generation übergeben werden. Aber wie kann das so gelingen, dass sich niemand benachteiligt fühlt (oder gar zu Streitigkeiten in der Familie führt)? In einem persönlichen Gespräch zeige ich Ihnen, wie genau das gelingen kann!

Dr. Robert Waldl, MBA – Nachfolgeberatung in Wien
Dr. Robert Waldl, MBAWien 1010
51.500
österreichische Unternehmen stehen bis 2029 vor der Übergabe
692.000
Arbeitsplätze hängen an einer gelungenen Nachfolge
68 %
der Übergeber:innen sind im pensionsfähigen Alter
25+
Jahre Erfahrung mit Familienunternehmen

Das Problem bei Unternehmensübergaben in der Familie

Familie und Unternehmen folgen unterschiedlichen Regeln

Ein Unternehmen funktioniert nach Leistung, Eignung und Wirtschaftlichkeit. Eine Familie funktioniert nach Zugehörigkeit, Gleichwertigkeit und Loyalität. Im Alltag lassen sich beide Welten oft trennen. In der Nachfolge treffen sie direkt aufeinander.

Unternehmenslogik

  • Wer ist geeignet und bereit?
  • Wer kann das Unternehmen weiterentwickeln?
  • Was braucht der Betrieb, nicht die Familie?
  • Welche Kontinuität brauchen Mitarbeitende und Kund:innen?
  • Was ist der Betrieb wirklich wert?

Familiengefühl

  • Was ist fair für alle Kinder?
  • Wie behandeln wir jene, die nicht übernehmen?
  • Was schulden wir dem Elternteil, das übergibt?
  • Wie bleiben wir als Familie zusammen?
  • Was bedeutet das für die Ehe der Beteiligten?

Diese Fragen haben keine gemeinsame Antwort – aber sie brauchen ein gemeinsames Gespräch. Genau dabei begleiten wir.

Die 3 Fehler bei familieninternen Unternehmensübergaben

Drei Stellen, an denen familieninterne Übergaben schwierig werden

In mehr als 25 Jahren Begleitung wiederholen sich bestimmte Muster. Nicht weil Familien sie nicht vermeiden wollen, sondern weil sie schwer zu erkennen sind, solange man mitten darin steht.

Fehler 01

„Hineinregieren“ – formal übergeben, faktisch weiterführen

Die Übergabe ist unterschrieben, aber die ältere Generation ist weiterhin präsent – bei Entscheidungen, bei Mitarbeitenden, beim Kunden. Das ist oft gut gemeint. Aber es untergräbt die Autorität der Nachfolger:in, bevor sie sich überhaupt aufbauen kann. Die Folge: das Unternehmen wird langsamer, Mitarbeitende wissen nicht, wer wirklich führt.

Fehler 02

Die ungelöste Gerechtigkeit zwischen Geschwistern

Ein Kind übernimmt das Unternehmen – die anderen nicht. Ohne klare, frühzeitige Regelung entsteht das Gefühl der Benachteiligung. Wer übernimmt, trägt Risiko und Verantwortung. Wer weicht, sieht oft nur den Wert des Betriebs. Beide haben recht. Und beide reden meist zu spät miteinander – oder gar nicht.

Fehler 03

Die Rolle, die niemand wirklich wollte

Manchmal übernimmt jemand das Unternehmen, weil es erwartet wird – nicht weil er oder sie es will. Nicht jeder Mensch ist für diesen Weg gemacht. Sich in eine ungewollte Rolle drängen zu lassen schadet langfristig allen: dem Unternehmen, der Familie und der Person selbst. Dieses Gespräch offen zu führen ist eine der wichtigsten Aufgaben zu Beginn.

Woran scheitern die meisten Übergaben von Familienunternehmen?

Gerechtigkeit ist nicht Gleichheit

Die meisten Übergeber:innen wollen vor allem eines: gerecht handeln. Das ist ein verständlicher Wunsch. Aber echte Gleichbehandlung im Sinn einer mathematischen Teilung ist bei Unternehmensvermögen kaum möglich.

Wer das Unternehmen übernimmt, kann nicht frei darüber verfügen. Das Kapital steckt im Betrieb, ist mit Verantwortung, Haftung und unternehmerischem Risiko verbunden. Wer eine Ausgleichszahlung erhält, bekommt liquide Mittel. Das sind zwei sehr verschiedene Dinge, auch wenn die Zahl auf dem Papier gleich aussieht.

Deshalb braucht es offene Gespräche und tragfähige rechtliche Lösungen.

Hinweis: Die rechtliche und steuerliche Gestaltung übernehmen Notar:in und Steuerberater:in – unsere Kooperationspartner:innen. Unsere Aufgabe ist es, die Familie zu der Klarheit zu führen, die diese Gestaltung erst möglich macht.

Bewährte Wege zur fairen Regelung in Österreich

  • Ausgleichszahlungen an weichende Erben – sorgfältig bemessen und zeitlich so gestaffelt, dass sie den Betrieb nicht überfordern
  • Pflichtteilsverzichtsvertrag – verhindert spätere Erbstreitigkeiten; nur wirksam als Notariatsakt, freiwillig und zu Lebzeiten vereinbart
  • Frühzeitige Bildung von Ausgleichsvermögen außerhalb des Betriebs – etwa Liquidität, Immobilien oder Versicherungslösungen
  • Klare testamentarische Regelungen statt der gesetzlichen Erbfolge – die ohne Testament zur Erbengemeinschaft führt und unternehmerische Entscheidungen lähmen kann
  • Gesellschaftervereinbarungen – wer hat Stimmrecht, wer Anspruch auf Ausschüttungen, welche Entscheidungen brauchen Einstimmigkeit?

Die 6 Phasen einer erfolgreichen Übergabe in Familienunternehmen

Steuerliche und rechtliche Gestaltung liegt bei Steuerberater:innen und Notar:innen. Unser Platz ist ein anderer: Wir arbeiten an dem, was Verträge nicht regeln können.

  • 1
    Klärung der Ausgangslage

    Was will die übergebende Generation wirklich? Was will die nächste? Wir bringen alle Beteiligten an einen Tisch – auch jene, die nicht übernehmen – und schaffen gemeinsam Klarheit über Erwartungen, Wünsche und Grenzen.

  • 2
    Rollen und Verantwortung

    Wer entscheidet ab wann worüber? Welche Aufgaben werden sofort, welche schrittweise übergeben? Diese Dinge müssen schriftlich vereinbart werden – nicht stillschweigend vorausgesetzt. Wir entwickeln gemeinsam einen realistischen Übergabeplan.

  • 3
    Einbindung der ganzen Familie

    Auch Familienmitglieder, die nicht ins Unternehmen gehen, sind Teil der Lösung. Wir begleiten Gespräche mit unterschiedlichen Konstellationen – je nach Thema und Phase sind verschiedene Personen dabei.

  • 4
    Mediation bei Konflikten

    Wo Spannungen bereits bestehen, begleiten wir vertraulich und außergerichtlich. Mediation vermeidet öffentlichen Konflikt, schont Beziehungen und hält den Prozess in Bewegung – statt vor Gericht zu enden.

  • 5
    Begleitung der Übergangsphase

    Die Übergabe endet nicht beim Notartermin. Sie endet erst, wenn die nachfolgende Person tatsächlich und sichtbar führt – gegenüber Mitarbeitenden, Kund:innen und Geschäftspartner:innen. Diese Phase begleiten wir aktiv.

  • 6
    Koordination mit Steuerberatung und Notariat

    Wir arbeiten mit bewährten Kooperationspartner:innen zusammen – für Bilanzbereinigung, Unternehmensbewertung und alle notwendigen Verträge: innerfamiliär, zwischen Gesellschafter:innen, mit dem übernehmenden Kind.

Der beste Zeitpunkt zur Übergabe von Familienunternehmen

Frühzeitig heißt: mehrere Jahre vorher

Das Hauptmotiv für eine Übergabe ist meist das nahende Pensionsalter – und genau deshalb beginnen viele Unternehmer:innen zu spät. Eine geordnete familieninterne Nachfolge ist ein Projekt, das neben dem laufenden Geschäft gestemmt werden muss und in der Regel Jahre braucht.

Dazu kommt: Nur rund ein Viertel der österreichischen Unternehmer:innen hat Vorsorge für ein ungeplantes Ausscheiden – durch Krankheit, Unfall oder plötzlichen Tod. Eine durchdachte Nachfolgeplanung schließt auch diese Lücke.

Wer früh beginnt, hat die Wahl. Wer wartet, übergibt unter Druck.

Was Zeit braucht

  • Qualifikation der Nachfolgeperson: Gewerbeberechtigung, Befähigungsnachweis, branchenspezifische Kenntnisse – das braucht Zeit und Vorbereitung.
  • Einarbeitung und Beziehungsaufbau: Kund:innen, Lieferant:innen, Mitarbeitende – alle müssen Vertrauen zur neuen Führung aufbauen. Das geht nicht über Nacht.
  • Rechtliche und steuerliche Gestaltung: Bilanzbereinigung, Bewertung, Vertragsgestaltung – dieser Prozess braucht Vorlaufzeit, um steuerlich optimal zu sein.
  • Die innerfamiliären Gespräche: Die offenen Gespräche über Gerechtigkeit, Erwartungen und Wünsche – sie lassen sich nicht beschleunigen. Sie brauchen Raum.

Ergänzende Leistungen

Wenn die Familie ein eigenes Thema hat

Manchmal stellt sich heraus, dass vor der Nachfolge andere Themen geklärt werden müssen: die Zusammenarbeit der Generationen, ungelöste Konflikte im Unternehmen oder in der Familie, die Führungsstruktur selbst. Auch dafür sind wir da.

Häufige Fragen

Zur familieninternen Nachfolge

Ab wann sollten wir mit der Planung beginnen?

Idealerweise mehrere Jahre vor dem geplanten Übergabetermin – fünf bis sieben Jahre sind keine Seltenheit. Je früher, desto mehr Gestaltungsspielraum besteht: für steuerliche Optimierung, für die Vorbereitung der nachfolgenden Person und für die offenen Familiengespräche, die Zeit brauchen.

Was, wenn mehrere Kinder das Unternehmen wollen – oder keines?

Beides ist lösbar. Bei mehreren Interessierten geht es darum, Eignung, Rollen und Verantwortlichkeiten klar zu definieren. Wenn niemand übernehmen will oder kann, ist ein externer Verkauf oft die bessere Lösung – und kein Scheitern. Wichtig ist, dass diese Gespräche offen geführt werden, bevor Entscheidungen festgelegt sind.

Wie behandeln wir Kinder fair, die das Unternehmen nicht übernehmen?

Über Ausgleichszahlungen, rechtzeitig aufgebautes Ausgleichsvermögen und klare erbrechtliche Regelungen – gestaltet mit Notar:in und Steuerberater:in. Unser Beitrag ist es, die Familie zu einem gemeinsamen Verständnis davon zu führen, was in der jeweiligen Situation fair bedeutet. Das ist oft das Schwierigste – und das Wichtigste.

Welche Gespräche führen Sie – und mit wem?

Das variiert je nach Phase und Thema. Manche Gespräche führen wir zunächst nur mit der übergebenden Generation, manche gemeinsam mit Nachfolger:innen, manche mit der ganzen Familie. Es gibt keine feste Formel – wir entwickeln das gemeinsam im ersten Gespräch.

Übernehmen Sie die rechtliche und steuerliche Gestaltung?

Nein. Steuerliche und rechtliche Gestaltung übernehmen unsere Kooperationspartner:innen in Steuerberatung und Notariat. Wir koordinieren das Zusammenspiel und begleiten die Seite, die Verträge nicht abdecken können: Klarheit, Kommunikation und Entscheidungsfähigkeit in der Familie.

Wie diskret ist das erste Gespräch?

Vollständig vertraulich und unverbindlich. Das erste Gespräch kostet nichts außer Zeit – und verpflichtet zu nichts. Viele beginnen damit, einfach zu erzählen, wo sie gerade stehen. Das reicht als Anfang.

Wer früh beginnt, hat die Wahl – wer wartet, übergibt unter Druck. Reden wir, solange Sie gestalten können.

Gespräch vereinbaren

Der erste Schritt

Vertraulich. Unverbindlich. Auf Augenhöhe.

Viele beginnen einfach damit, zu erzählen, wo sie gerade stehen. Das reicht als Anfang. Das erste Gespräch ist vertraulich und kostet nichts.Dr. Robert Waldl, MBAFamilieninterne Nachfolge · Unternehmensverkauf · Mediation

Gespräch vereinbarenE-Mail schreiben +43 1 524 10 20

office@waldl.com · Dr.-Karl-Lueger-Platz 4a/3 · 1010 Wien

Nach oben scrollen